Erschließungsbeitragsbescheinigung

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Was ist eine Erschließungsbeitragsbescheinigung?

Die Bescheinigung der Erschließungsbeiträge stellt eine behördliche Auskunft dar, die den Stand offener Erschließungskosten wiedergibt. Fälschlicherweise wird die Erschließungsbeitragsbescheinigung häufig als Synonym für die Anliegerbescheinigung gebraucht. Der Unterschied zwischen einer Erschließungsbeitragsbescheinigung und einer Anliegerbescheinigung ist der Umfang. Mit der Erschließungsbeitragsbescheinigung wird ausschließlich die Kostenposition berücksichtigt, die im Zusammenhang mit der Grundstückserschließung steht. Nicht enthalten sind die Positionen für Straßenausbaubeiträge und Kanalanschlussgebühren. Diese werden in der Anliegerbescheinigung gelistet.

Wie und wo kann ich eine Anliegerbescheinigung beantragen?

Wie viele weitere Auskünfte können Sie auch eine amtliche Anliegerbescheinigung online über DocEstate beantragen. Dabei fragen wir die beteiligten Stellen für Erschließungsbeiträge, Kanalanschlussgebühren und Straßenausbaubeiträge ab. Sie profitieren dabei von unserem Rundum-Service. Der Antrag wird unmittelbar nach dem Bestelleingang erstellt und an das zuständige Amtsgericht weitergeleitet, um Verzögerungen bei der Bearbeitung zu verhindern. Rückfragen und Probleme bearbeiten wir für Sie. Anschließend werden Ihnen die Bescheinigungen als PDF online in Ihrem persönlichen Bereich bereitgestellt. Die Beantragung setzt den Nachweis eines berechtigten Interesses voraus.

Alternativ können Sie die Anliegerbescheinigung bei der jeweils zuständigen Abteilung der Gemeinde bestellen. Beachten Sie bitte, dass für die Kostenpositionen der Erschließungskosten, Straßenausbaubeiträge und Kanalanschlussgebühren oftmals mehrere Stellen, unter anderem die Zweckverbände der Gemeinden, angefragt werden müssen. Eine zentrale Bereitstellung erfolgt nur in den seltensten Fällen. Zur Beantragung reichen Sie Ihren Antrag mit Liegenschaftskarte und Grundbuchauszug bei den zuständigen Stellen ein.

Wofür brauche ich eine Erschließungsbeitragsbescheinigung?

Die Erschließungsbeitragsbescheinigung bzw. Anliegerbescheinigung ermöglicht den Einblick in potenzielle Zahlungsverpflichtungen, die noch Jahre nach der Fertigstellung einer Immobilie auftreten können und mit dem Erwerb einer Immobilie auf den neuen Eigentümer übergehen.

Im Normalfall sind sämtliche Erschließungskosten von bis zu 90 Prozent durch den Eigentümer oder den Erbbauberechtigten zu tragen. Die Kostenübernahme bezieht sich dabei nicht auf die Person, die zum Zeitpunkt der Erschließung Eigentümer war, sondern auf den aktuellen Eigentümer. Der Erschließungsprozess kann mehrere Jahre dauern, wodurch die Kosten ebenfalls erst mehrere Jahre später anfallen. Auch wenn das eigene Grundstück bereits seit Jahren erschlossen ist, können Teilerschließungen wie Straßenbeleuchtungen, Parkbuchten und Grünanlagen erst später erfolgen und den Abschluss der Erschließung offen lassen. Erst mit dem Abschluss der Erschließung beginnt die Verjährungsfrist von 4 Jahren. Der Gemeinde steht es frei, neue Erschließungsmaßnahmen auch Jahre nach der vollzogenen Grunderschließung zu beginnen (z.B. ein Straßenumbau) und somit neue Erschließungskosten zu verursachen.

In jedem Fall sollten Sie sich vor dem Erwerb informieren, um horrende Zusatzkosten berücksichtigen zu können.

Das Muster einer Erschließungsbeitragsbescheinigung

Das Muster einer Bescheinigung zum Erschließungsbeitrag

Erschließungsbeitragsbescheinigung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wie lange dauert die Bereitstellung einer Erschließungsbeitragsbescheinigung?

Die Bereitstellung dauert durchschnittlich 4 bis 8 Wochen. Es kann durchaus länger dauern, wenn mehrere Stellen für das Auskunftsersuchen angesprochen werden müssen. Die dezentralen Strukturen erschweren den Behörden die Arbeit. 

Wann verjähren Erschließungskosten?

Die Kosten, die im Zusammenhang mit einer Grundstückserschließung bzw. dessen Umfeld entstehen, können auch noch mehrere Jahre nach der Maßnahme anfallen. Die Verjährungsfrist beträgt 4 Jahre und beginnt mit der vollständigen Erschließung. Die Kosten fallen auch dann an, wenn ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat, weswegen eine Erschießungsbeitragsbescheinigung vor jedem Grundstückskauf eingeholt werden sollte.

Wie hoch sind die Kosten einer Erschließungsbeitragsbescheinigung?

Die durchschnittlichen Kosten für eine Erschließungsbeitragsbescheinigung belaufen sich auf 40 Euro. Die Preisspanne für ein normal großes Grundstück liegt zwischen 40 und 70 Euro. Große Industrie- und Gewerbeflächen erfordern meistens mehr Prüfaufwand, wodurch die Kosten höher ausfallen können. 

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